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 Betreff des Beitrags: Kosmetische Grundrezepte
BeitragVerfasst: 26.02.2010, 21:50 
Ölauszug
(1)
Meist ist die Verwendung von getrockneten Pflanzen besser, Johanniskraut muss jedoch frisch verwendet werden. Die Wahl des Öls ist von eigenen Vorlieben abhängig; empfehlenswert sind z. B. Olivenöl, Distelöl, Weizenkeimöl oder Maiskeimöl. Die klein geschnittenen Kräuter locker in eine weithalsige Flasche füllen, bis diese mit den locker aufgeschichteten Kräutern gefüllt ist und die Kräuter mit dem Öl begießen, bis die Kräuter gut bedeckt sind. Die Flasche sollte bis zum Rand gefüllt werden, um den Einschluss von Luft möglichst gering zu halten. Für drei Wochen darf die Flasche nun an einem warmen Ort stehen. Alle zwei bis drei Tage sollte die Flasche behutsam, aber kräftig geschüttelt werden. Durch einen Kaffeefilter oder ein Tuch abseihen und die abgeseihten Pflanzenteile kräftig ausdrücken. Die Lagerung erfolgt in dunklen Glasflaschen. Im Schnellverfahren lassen sich ölige Auszüge wie folgt herstellen: Pflanzenteile wie beschrieben in ein Schraubglas füllen, jedoch nicht bis zum Rand. Mit Öl begießen, dabei das Glas nicht voll gießen, sondern zu höchstens 3/4 füllen. Deckel aufschrauben und verschlossen in ein 80° C heißes Wasserbad stellen. Knapp eine halbe Stunde im Wasserbad ziehen lassen, dann abkühlen lassen und abseihen.
Ölauszüge bilden die Basis für Kräutersalben, -seifen und -cremes.
(Manfred Neuhold, “Naturkosmetik und Parfum selbst gemacht”, ISBN 978-3-7020-1119-2)

(2)
7 EL frisch gehackte Kräuter,
300 ml bestes Olivenöl.
Die Zutaten in ein sauberes, gut schließendes Gefäß geben und an einem warmem, hellen Ort mindestens 2 Wochen ziehen lassen. Den Ansatz täglich schütteln. Danach abfiltern und in einer getönten Flasche kühl aufbewahren. Zum Einreiben der betreffenden Körperstelle verwenden.
(Renate Dittus-Bär: Großmutters Kräuterapotheke; ISBN 978-3-8001-5597-2.)

(3)
Ein weiteres einfaches Rezept: 500 ml gutes (!) Olivenöl oder Mandelöl über 50 g getrocknetes Kraut gießen. In einem verschlossenen Glasbehälter etwa einen Monat in der Sonne stehen lassen; alternativ vier Stunden im Wasserbad simmern lassen. Abseihen.
Elisabeth Brooke, "Kräuter helfen heilen", ISBN 978-3-89767-407-6.

***

Wässriger Auszug
Immer destilliertes Wasser zwecks Reinheit und besserer Haltbarkeit verwenden; pro Liter Wasser sind 4-5 EL Kräuter, Wurzeln oder Blüten ein guter Richtwert. Ist eine stärkere Wirkung gewünscht, kann mehr verwendet werden.
Aus den getrockneten oder frischen Pflanzen wird eine Art Tee bereitet; diesen 10 Minuten ziehen lassen, dann abgießen. Man spricht hierbei von einem Aufguss oder Infusa.
Blütenwasser, die als Duft verwendet werden sollen, also bspw. Aufgüsse von Jasmin, Flieder, Holunder oder Rosenblätter, werden, wie oben beschrieben mit kochendem Wasser überbrüht, jedoch 12 Stunden gut abgedeckt ziehen gelassen.
Rosen- oder Lilienduftwässer werden aus den getrockneten und gut abgelagerten Wurzeln hergestellt; dazu werden die Wurzeln klein geschnitten, ansonsten verfährt man wie gehabt.
Für Kräuterbäder eine Handvoll Kräuter in ein Säckchen geben und diese in die Badewanne geben.
Aus groben Pflanzenteilen wie Wurzeln, Stängeln, Rinden, etc. stellt man den Auszug durch Abkochen her, nachdem man die Pflanzenteile zerkleinert hat. Die Pflanzenteile in das kochende Wasser geben, 2 Minuten kochen lassen, vom Herd nehmen und noch 10 Minuten ziehen lassen. Man erhält eine Abkochung bzw. Dekokt.
Mazeration: Kräuter, die Schleim enthalten, werden mit kaltem Wasser angesetzt und dürfen über Nacht ziehen. Am nächsten Morgen Kräuter entfernen.
(Manfred Neuhold, “Naturkosmetik und Parfum selbst gemacht”, ISBN 978-3-7020-1119-2;
Elisabeth Brooke, "Kräuter helfen heilen", ISBN 978-3-89767-407-6.)

***

Alkoholische und Essigauszüge (Tinkturen), Glycerintinktur
Variante 1
Man nimmt etwa 100 g Pflanzen auf einem Liter 70%igen (ruhig vergälltem) Weinessig. Die Pflanzenteile werden in eine weithalsige Flasche aus braunem oder grünem Glas gefüllt, mit dem Alkohol gegossen und für drei bis vier Wochen an einen dunklen Ort gestellt. Ab und an sollte die Flasche geschüttelt werden. Die Kräuter werden abgeseiht, und, wie beim Ölauszug beschrieben, ausgepresst. In dunkle Flaschen abgefüllt, sind alkoholische Auszüge nahezu unbegrenzt haltbar.

Dieses Grundrezept ist durch die Verwendung von Glycerin bekömmlicher und schonender für Kinder und andere empfindliche Personen: 50 g getrocknete Kräuter mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen, 250 ml Glycerin zugießen. Gründlich umrühren und die Kräuter unter das Glycerin drücken. Einen Monat ziehen lassen, dabei ab und an schütteln. Abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.
Eine Handvoll frisches Kraut und etwas Wasser miteinander in den Mixer geben. Zu einem homogenen Brei vermixen. Den Brei durch ein Tuch drücken und mit der gleichen Menge an Glycerin versetzen. Einige Tage stehen lassen, dann nochmals abseihen. Frischkrauttinkturen können großzügiger dosiert werden!
(Manfred Neuhold, “Naturkosmetik und Parfum selbst gemacht”, ISBN 978-3-7020-1119-2;
Elisabeth Brooke, "Kräuter helfen heilen", ISBN 978-3-89767-407-6.)

Variante 2
10 EL frisch gehackte oder 5 EL getrocknete Kräuter werden in eine saubere Flasche gefüllt und mit 500 ml hochprozentigem Alkohol (Äthylalkohol oder Wodka) übergossen. Lassen Sie die gut verschlossene Flasche dann 2 bis 3 Wochen an einem warmen Ort durchziehen. Während dieser Zeit wird sie Täglich geschüttelt. Danach filtern Sie die Flüssigkeit ab und bewahren sie kühl und trocken auf. Tinkturen werden unverdünnt oder mit etwas Wasser eingenommen, für Einreibungen, Kompressen, Tees oder als Badezusatz verwendet. Für Salben mischt man sie mit Bienenwachs, Lanolin (Wollfett) oder Kakaobutter.

(Renate Dittus-Bär: Großmutters Kräuterapotheke; ISBN 978-3-8001-5597-2.)


Ich dachte, es wäre gut, ein paar kosmetische Grundrezepte griffbereit zu haben. Vielleicht mag der ein oder andere was ergänzen?


Zuletzt geändert von Sagi am 26.02.2010, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 26.02.2010, 21:50 


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 Betreff des Beitrags: Re: Kosmetische Grundrezepte
BeitragVerfasst: 26.02.2010, 22:41 
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Registriert: 10.02.2009, 15:07
Beiträge: 1038
Sagi hat geschrieben:
...
Alkoholische Auszüge (Tinkturen)
Variante 1
Man nimmt etwa 100 g Pflanzen auf einem Liter 70%igen (ruhig vergälltem) Weinessig. ...


Essig? :D Ich glaub das sollte Weingeist heißen. ;)

Gute Zusammenfassung. :gut:

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Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen, dass ich nicht verrückt bin - die zehnte summt die Melodie von Tetris....


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BeitragVerfasst: 26.02.2010, 23:00 
Arrgh! Nee, ich habs falsch einsortiert... :shy:


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